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Montag, 12. November 2018

Mein bisheriger Spruch in der Pause...





Gehe Deinen Weg, wenn jemand mitgehen will, nimm ihn mit. Aber warte nicht auf ihn, ändere Deine Richtung nicht und wenn er nicht mit kommt, dreh Dich nicht um. Es lohnt sich nicht, Du wirst auf dem Weg jemand anderes treffen, der ihn gerne mit Dir geht.

Freitag, 9. November 2018

Sozionik - Die Erfindung der Sowjets


Dafür bietet sich die „Sozionik“ an; eine in der Sowjetunion entwickelte Theorie, die die Menschen in 16 Persönlichkeitstypen unterteilt und beschreibt, wie wir Informationen unserer Umgebung in Abhängigkeit unserer „Programmierung“ verarbeiten. Die Sozioniker fassen je vier Persönlichkeiten in einer Gruppe zusammen, so dass wir vier Hauptgruppen von Menschen in der Gesellschaft unterscheiden: Die „Kinder“, die „Adulten“, die „Erwachsenen“ und die „Weisen“. Die „Kinder“ sind neugierige kreative Typen, die der Gesellschaft neue Impulse geben und sich nichts einreden lassen. Die „Adulten“ sind sozusagen die „Soldaten“, die selber nicht kreativ sind, aber Impulse der „Kinder“ übernehmen und im gesellschaftlichen Kampf durchsetzen. Die „Erwachsenen“ sind diplomatisch und versuchen, die von den Soldaten durchgesetzten neuen Impulse mit der Tradition zu vereinen. Und die „Weisen“ sind passive Zeitgenossen, die sich nur für ihr unmittelbares Lebensumfeld und ihre Familien interessieren.

Auch wenn die Sozionik hier nur verkürzt wiedergegeben werden kann, lässt sich mit diesen vier Gruppen also recht elegant erklären, was faul ist im Staate Dänemark: Extreme Linke („Kinder“) haben ab Ende der 1960er den Marxismus und ab Mitte der 1980er die politische Korrektheit im mittlerweile zahlenmäßig großen linksakademischen Milieu populär gemacht. Die Masse der Linksakademiker, die unkritischen „Soldaten“, hat die radikale Ideologie in der Gesellschaft nach und nach durchgesetzt. Die Mehrheit der Bürger im Land, die eher konservativen Diplomaten und „Weisen“, kämpft kaum gegen den Unfug an oder schaut dem desaströsen Treiben stumm zu.

Es gibt Hinweise darauf, dass in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen oder politischen Situation bestimmte Persönlichkeitstypen gefördert werden und dann gehäuft auftreten. Ende der 1960er Jahre hatte die wohlhabende, soziale, demokratische, liberale und friedliebende alte Bundesrepublik paradoxerweise radikale und totalitäre Ideologie-Krieger in großer Menge hervorgebracht, die sich in der Folgezeit via „Marsch durch die Institutionen“ daran machten, die gutfunktionierende deutsche Demokratie auseinander zu nehmen.

Warum gerade der politisch so liberale Adenauer-Staat Millionen absolut illiberaler Kommunisten erzeugte, ist unklar. Wahrscheinlich liegt es am Prinzip von Gunnar Heinsohn, nachdem in einer jungen Generation, die viel größer ist als die vorhergehende, die Wahrscheinlichkeit für Extremismus, Revolution und Krieg steigt (hoher „Kriegs-Index“).

Da wir Deutschen – wie alle Westeuropäer – immer weniger Kinder bekommen und daher jede Generation um 30 Prozent kleiner ist als die vorhergehende, werden nun vielleicht verstärkt vernunftorientierte und sozialere Persönlichkeitstypen in der Gesellschaft selektiert, die dem wahnwitzigen Egoismus der 68er und Grün*innen den Garaus machen.

Durch exzellente, schwer zu manipulierende moderne Kommunikationstechnologien wie dem Internet können sich diese konstruktiven Persönlichkeiten sehr viel besser als früher vernetzen und organisieren. Wir „populistischen“ Dissidenten haben also allerbeste Chancen, die pluralistische deutsche Demokratie wiederherzustellen.


Egoismus setzt sich so lange durch, bis alle egoistisch sind. Dann nutzt Kooperation wieder und setzt sich so lange durch, bis alle kooperativ sind. Und so entsteht ein ständiger Wechsel zwischen diesen beiden Verhaltensweisen.

Mittwoch, 7. November 2018

Salvini von Italien: „Ein Land, das keine Kinder schafft, ist zum Sterben bestimmt… Wir haben ein Familienministerium geschaffen, um an Fruchtbarkeit, Kindertagesstätten und einem Steuersystem zu arbeiten, das große Familien berücksichtigt.




Wenn man durch die Geschichte schaut, wo die Kirche geschlafen hat, vom Evangelium abgelenkt wurde, hat der Islam den Vorteil genutzt und ist hereingekommen. Das ist es, was wir in Europa sehen, dass die Kirche schläft, und der Islam sich einschleicht. Ein Gastbeitrag von Giulio Meotti (Gatestone)
„Die Möglichkeit, dass Europa zu einem Museum oder einem kulturellen Vergnügungspark für den neuen Reichtum der Globalisierung wird, ist nicht ganz ausgeschlossen.“ Diesen Gedanken an Europa als riesigen kulturellen Themenpark präsentierte der verstorbene Historiker Walter Laqueur, der für seine weitsichtige Prognose der Krise Europas als „der unverzichtbare Pessimist“ bezeichnet wird. Laqueur war einer der Ersten, der begriff, dass die derzeitige Blockade, in der sich der Kontinent befindet, weit über die Wirtschaft hinausgeht. Der Punkt ist, dass die Zeiten der europäischen Stärke vorbei sind. Aufgrund der niedrigen Geburtenraten schrumpft Europa dramatisch. Wenn sich die derzeitigen Trends fortsetzen, sagte Laqueur, wird die europäische Bevölkerung in hundert Jahren „nur noch einen Bruchteil dessen ausmachen, was sie heute ist, und in zweihundert sind vielleicht einige Länder verschwunden“.
Leider rückt der „Tod Europas“ immer näher, wird immer sichtbarer und wird von populären Schriftstellern immer häufiger diskutiert.
„In einer Zeit, in der die Literatur im öffentlichen Leben zunehmend an den Rand gedrängt wird, erinnert Michel Houellebecq eindringlich daran, dass Romanautoren Einblicke in die Gesellschaft geben können, die Fachleute und Experten vermissen“, schrieb die New York Times über den wohl wichtigsten französischen Autor.
Houellebecq „spricht“ durch seine meistverkauften Romane  wie  Soumission („Unterwerfung“) sowie seine öffentlichen Vorträge. Die letzte Konferenz, an der Houellebecq in Brüssel teilnahm – anlässlich des Oswald Spengler-Preises zum Gedenken an den Autor von Der Untergang des Abendlandes – war diesem Thema gewidmet. „Zusammenfassend“, sagte Houellebecq, „begeht die westliche Welt als Ganzes Selbstmord.“
Warum ist Europa so besessen von seiner eigenen abnehmenden Bevölkerungszahl und einer fruchtbaren Einwanderung aus Afrika?
Laut Ross Douthat, der in der New York Times schreibt, „schleichen sich westlich unterstützte Bevölkerungskontrollbemühungen in den Entwicklungsländern in die USA zurück“ und zwar aus drei Gründen:
„Weil sich die Geburtenraten in Afrika nicht so schnell verlangsamt haben, wie es westliche Experten einst erwartet haben, weil die europäische Demographie dem Macron’schen Gesetz ins Grab folgt und weil die europäischen Staats- und Regierungschefs nicht mehr annähernd so optimistisch sind, was die Assimilation von Einwanderern betrifft wie noch vor wenigen Jahren.“
Douthat bezieht sich auf zwei Reden des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. 2017 nannte Macron die Probleme Afrikas „zivilisatorisch“ und beklagte, dass sie „sieben oder acht Kinder pro Frau haben“. In einer zweiten Rede bei der Gates Foundation letzte Woche sagte Macron:
„Stellt mir die Frau vor, die sich als perfekt ausgebildete Frau entschieden hat, sieben, acht oder neun Kinder zu haben.“
Die Frage, die Macron implizit aufwirft, lautet: Wie kann Europa mit seinen eigenen gebildeten Menschen mit ihren niedrigen Geburtenraten umgehen und gleichzeitig der massiven Fruchtbarkeit und Einwanderung aus Afrika und Nahost begegnen? Es scheint, dass sich Europa in einem demografischen Kampf mit dem Rest der Welt befindet und nur verlieren kann.
Angesichts dieser existentiellen Herausforderung, einer Abwärtsspirale, in der die Europäer durch mangelnde Fortpflanzung langsam auszusterben scheinen, scheint es, dass Europa auch das Vertrauen in seine hart erkämpften Werte der Aufklärung verloren hat, wie persönliche Freiheit, Vernunft und Wissenschaft, die den Aberglauben ersetzen, sowie die Trennung von Kirche und Staat.
Diese sind entscheidend, wenn Europa wirklich überleben will. Der renommierte Historiker Victor Davis Hanson schrieb kürzlich:
„Gemessen an den großen historischen Determinanten der zivilisatorischen Macht – Treibstoff, Energie, Bildung, Demografie, politische Stabilität und militärische Macht – schwindet Europa. Es gibt lediglich 1,4% seines kollektiven BIPs für die Verteidigung aus… Und mit einer Geburtenrate von weniger als 1,6% schrumpft und altert Europa langsam – daher die kurzsichtige Einwanderungspolitik von Angela Merkel, die Einwanderung offenbar auch als Lösung für die Demografiekrise und als verkürzten Weg zu billigen Arbeitskräften sieht“.
Doch wie Walter Laqueur schrieb: „Auch wenn der Niedergang Europas unumkehrbar ist, gibt es keinen Grund, warum er zu einem Zusammenbruch führen sollte.“
Wie vermeidet man diesen Zusammenbruch?
Auf einem kürzlich abgehaltenen europäischen Treffen sagte der italienische Innenminister Matteo Salvini, der der Partei der Anti-Immigrationsliga vorsteht:
„Ich habe Kollegen sagen hören, dass wir Einwanderung brauchen, weil die Bevölkerung Europas immer älter wird, doch ich habe einen ganz anderen Standpunkt… Ich glaube, dass ich in der Regierung bin, um dafür zu sorgen, dass unsere jungen Leute die Anzahl der Kinder haben, die sie vor einigen Jahren hatten, und nicht, um die Besten von Afrikas Jugend nach Europa zu verpflanzen. Vielleicht müssen sie das in Luxemburg tun, aber in Italien müssen wir den Menschen helfen, mehr Kinder zu bekommen, anstatt moderne Sklaven (aus Afrika) einzuführen, die die Kinder ersetzen, die wir nicht haben.“
Dann, direkt auf eine Unterbrechung durch den luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn eingehend, fügte Salvini hinzu:
„Ich antworte ruhig auf Ihre Sichtweise, die sich von meiner unterscheidet… Wenn Sie in Luxemburg eine neue Einwanderung brauchen, ziehe ich es vor, Italien für die Italiener zu behalten und wieder Kinder zu bekommen.“
Salvini sieht offensichtlich, was von der Zukunft Italiens zu erwarten ist. Unter unveränderten Bedingungen könnte die italienische Bevölkerung zusammenbrechen und auf etwas mehr als 16 Millionen Einwohner schrumpfen, verglichen mit 59 Millionen heute. Diese beunruhigende Projektion entstand dieses Jahr beim jährlichen italienischen „Festival der Statistik und Demographie“, wo der Professor der Universität Rom, Matteo Rizzolli, sagte:
„Denn das geschieht in hundert Jahren, auch wenn wir in 20 Jahren 8 Millionen weniger sind, und wenn wir weiterhin so agieren, wie wir es tun, wird es nichts zur Förderung der Geburtenrate beitragen.“
Das europäische Establishment ist daher vollkommen zwiegespalten zwischen den sogenannten „Europäisten“, die glauben, dass neue Migranten notwendig sind, um den demografischen Zusammenbruch der EU zu stoppen, und den „Euroskeptikern“, die ihn alleine überwinden wollen. So hat der ungarische Premierminister Viktor Orbán die Europäer aufgefordert, den „demografischen Rückgang“ zu stoppen, indem sie mehr in traditionelle Familien investieren. Unterdessen hat der italienische katholische Erzbischof Gian Carlo Perego gesagt:
„Die Herausforderung für Italien besteht darin, ein Land, das im Sterben liegt, mit jungen Menschen, die aus anderen Ländern kommen, zu versöhnen, um eine neue Geschichte zu beginnen. Wenn wir die Tür für Migranten schließen, werden wir verschwinden.“
Salvini schlug in einem Interview mit der Times noch eine weitere Idee vor:
„Ein Land, das keine Kinder schafft, ist zum Sterben bestimmt… Wir haben ein Familienministerium geschaffen, um an Fruchtbarkeit, Kindertagesstätten und einem Steuersystem zu arbeiten, das große Familien berücksichtigt. Am Ende dieses Mandats wird die Regierung an der Zahl der Neugeborenen und nicht an ihrer Staatsverschuldung gemessen.“
Auf dem Spiel, sagte Salvini, stehe Italiens „Tradition, unsere Geschichte, unsere Identität“ – die Linke benutzt die Fruchtbarkeitskrise als „Ausrede“, um „Einwanderer zu importieren“.
Ein weiterer katholischer Bischof, Andrew Nkea Fuanya aus Mamfe, Kamerun, sagte kürzlich über niedrige Geburtenraten in Europa:
„Es ist eine sehr große Sache. Und ich wage zu sagen, dass der Islam, besonders vor dem Hintergrund der islamischen Invasion, wenn man durch die Geschichte schaut, wo die Kirche geschlafen hat, vom Evangelium abgelenkt wurde, den Vorteil genutzt hat und hereingekommen ist. Das ist es, was wir in Europa sehen, dass die Kirche schläft, und der Islam schleicht sich ein… Europa wird islamisiert, und das wird auch Auswirkungen auf Afrika haben.“
Der Niedergang und die Transformation Europas sind auch in Frankreich zu beobachten. Nach neuen Statistiken des Nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien führen Mohammed und mehrere andere traditionelle muslimische Namen nun die Liste der beliebtesten Babynamen im französischen Departement Seine-Saint-Denis (1,5 Millionen Einwohner) an. Bemerkenswert ist, dass zwei Journalisten der Mainstream-Zeitung Le Monde, Gérard Davet und Fabrice Lhomme, gerade ein Buch mit dem Titel Inch’allah: l’islamisation à visage découvert („Inch’allah: Das enthüllte Gesicht der Islamisierung“) veröffentlicht haben, eine Untersuchung der „Islamisierung“ des Region Seine-Saint-Denis.
Eine im Juli von der Wochenzeitung L’Express veröffentlichte Untersuchung ergab, dass in Frankreich „zwischen 2000 und 2016 die Zahl der Kinder mit mindestens einem ausländischen Elternteil von 15 auf 24 Prozent gestiegen ist“. Die Welt berichtete, dass nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Westdeutschland 42% der Kinder unter sechs Jahren inzwischen einen Migrationshintergrund haben.
Die massenhafte unkontrollierte Einwanderung nach Europa scheint mehr Schaden als Nutzen zugefügt zu haben. Walter Laqueur schrieb:
„….unkontrollierte Einwanderung war nicht der einzige Grund für den Niedergang Europas. Aber zusammen mit den anderen Unglücksfällen des Kontinents führte dies zu einer tiefen Krise; ein Wunder könnte nötig sein, um Europa aus diesen Schwierigkeiten zu befreien“.
Sowohl Matteo Salvini als auch Michel Houellebecq haben darauf hingewiesen, dass das Drama eines alternden und müden Europas keine Partisanen- oder Wahlfrage ist, sondern eine zivilisatorische. Diese Frage wird auch über die Zukunft der Europäischen Union entscheiden, die durch die Politik der offenen Grenzen zunichte gemacht werden könnte.
Die Zeit läuft ab. Wie Houellebecq in einer Rede beim Frank-Schirrmacher-Preis sagte: „… das Vordringen des Islams beginnt gerade erst, denn die Demographie ist auf seiner Seite und weil Europa, in dem es aufhört, Kinder zu bekommen, sich in einen Prozess des Selbstmords begeben hat. Und das ist nicht wirklich ein langsamer Selbstmord. Wenn man erst einmal bei einer Geburtenrate von 1,3 oder 1,4 angekommen ist, dann geht die Sache in Wirklichkeit sehr schnell.“
Giulio Meotti, Kulturredaktor für Il Foglio, ist ein italienischer Journalist und Autor. Der Beitrag erschien zuerst bei Gatestone Institut. Übersetzung Daniel Heiniger.

Freitag, 12. Oktober 2018

DAX-Einbruch – nicht Brexit/Italien sondern GroKo/Grüne die Schuldigen...!!






Ein Beitrag von Dr. Viktor Heese

Der DAX brach im Jahresvergleich (schon) um 11% ein und weitere Rückschläge von 10% bis 15% sind zu erwarten. Die Schuldigen haben die politisch korrekten Börsenlaien schnell ausgemacht: Trumps Zollkrieg, Brexit und zuletzt Italien.
Werden bald die ersten Mutigen fragen: Wo bleiben die Migrationsmilliarden, die Kosten der „Energiewende“ oder die Anti-Diesel-Hetze auf dieser Liste? Ist vielleicht Merkels verfehlte Wirtschaftspolitik nicht (mit)schuldig an diesem Debakel?
DEUTSCHER WOHLSTAND AUF ROULETTETISCH – KOSTEN DER FALSCHEN WIRTSCHAFTSPOLITIK FAST 5 BILL. €!
Vor einem Jahr schätzte Prof. Osbild die Kosten von Merkels fundamentalistischen Wirtschaftspolitik, die sich anschickt die ganze Welt zu retten und eine Gefahr für unseren Wohlstand bilden, auf 4,8 Bill. €Den größten Posten bilden dabei nicht die Migrationskosten von rd. 1 Bill. €, sondern die Euro-Rettung (2,8 Mrd. €) und die „Energiewende“ (1 Bill. €). In allen drei Fällen werden vom selbstherrlichen Berlin immer die gleichen vier Fehler gemacht: das alles Ziel ist „alternativlos“ (1), Interessenkonflikte bleiben unbeachtet (2), die Kosten sind irrelevant (3), die Rolle Deutschland und seine Fähigkeiten werden überhöht (4).
JETZT HAT ES (ENDLICH?) AUCH DIE WIRTSCHAFT ERWISCHT
Die bis dato passive Wirtschaft versteckte sich lange Zeit hinter dem „Primat der Politik“ oder glaubte nicht betroffen zu sein. Mehr noch, einflussreiche DAX-Kapitäne ergriffen dankend aber ohne Not Partei für Berlin, das sie mit Geldern der Steuerzahler und großzügigen Regierungsaufträgen unterstützte.
Banken bekamen ihre EU-Rettungsschirme, Energiekonzerne durften sich bei den Entsorgungskosten billig freikaufen, die unsinnige Migrationsparty zahlen die Kommunen und alles zusammen Otto-Normal-Verbraucher. Das ändert sich augenblicklich. Heute merken viele Konzerne wie machtlos sie gegen die „Abstimmung der Straße“, die rebellierenden Aktivisten, die einknickende/getriebene Politik und die kollaborierenden Medien sind.
Gerichtsurteile ersetzen wirtschaftliche Vernunft und keiner denkt den Verdikten dieser neuen „heiligen Kühe“ mit Gesetzesänderungen entgegen zu wirken („Wir sind ein Rechtstaat!“). Wie müssen sich erst kleine und mittlere Firmen fühlen, wenn sie sehen, wie die Autoriesen oder RWE klein beigeben (müssen)? Wer wird wohl der nächste sein?
DIE BÖRSE PRÄSENTIERT DIE RECHNUNG
Börsen besitzen die seltene Gabe echte gesamtwirtschaftliche Gefahren in der täglichen Informationsflut zu erkennen, die der Kleinanleger nicht zu erkennen vermag. Er ist letztendlich für die Kursschwankungen verantwortlich, die Kapitalmarkttrends gestaltet dagegen die Großfinanz.
Diese Geldgeber scheinen heute zu der Erkenntnis gekommen zu sein, dass die deutsche Politik und mit ihr die Wirtschaft es vorläufig „nicht schaffen“ wird, sich dem destruktiven Linksdruck, zu widersetzen. Linke Ideologien, sozialer Unfriede und schleichender Niedergang des Leistungsprinzips (ausufernde Sozialleistungen) waren schon immer Gift für Aktien. 
Die Großfinanz lässt sich durch heutige Pseudo-Begründungen wie Brexit, Handelskriege oder Italiens Schuldenberge – die allesamt keine wirkliche Crash-Masse besitzen – nicht täuschen. Sie wartet die Wirren ab und verlagert ihr Kapital (vorübergehend?) in andere lukrative Anlagemärkte – allerdings jetzt nicht in die von Deutschland dominierten EU. Schlechte Zeiten für den DAX und EuroStoxx50!
Dr. Viktor Heese – Finanzanalyst und Fachbuchautor;

Wo «Volk» draufsteht ist Pleite drin




Vera LengsfeldVeröffentlicht am12. Oktober 2018


Von Gastautor Frank Jordan

Jeder kennt es: Ein Fußmarsch im Regen. Hochgeschlagene Kapuze. Das Sichtfeld ist eingeschränkt, das Knistern der Wasser- und winddichten Textilschichten an den Ohren übertönt den Wind ebenso wie den Niederschlag und das Reifenrauschen sich nähernder Fahrzeuge.



Zurzeit schabt und knistert via medialer Kapuze vieles. Das Gedöns ist beachtlich: Die Russen, heißt es, hacken die ganze Welt, deutsche Juden treten einer Faschistenpartei bei, der Wolfsgruß und die Geldpolitik der Türken sind gleichermaßen desaströs, die Heizkosten steigen überraschenderweise, jeder fünfte Schutzsuchende aus Afrika ertrinkt im Mittelmeer, was uns gemäß Weltklimabericht aber sowieso allen blüht, die finanziellen Mittel der Integrationshilfe sollen aufgestockt werden, der DAX werkelt an einer Stabilisierung, diverse Politiker werden entsorgt, der IWF ist jetzt auch offiziell im Anti-Trump-Lager angekommen und Griechenland überwindet zum gefühlt neunten Mal die Finanzkrise.

Die ganze Melange kommt täglich in Sturmstärke daher und in dem ganzen Rauschen ist es kein Wunder, dass fast niemand auf den sich nähernden Truck achtet. Ratsam wäre es trotzdem. Es ist ein Monster-Ding, das durchaus in der Lage ist, nicht nur den Euro implodieren zu lassen, sondern die finale Krise unserer Kreditgeldsystems auszulösen: 2,3 Billionen Euro Schulden, darin nicht enthaltene Target-2-Verbindlichkeiten von 471 Milliarden Euro, eine Zinslast auf den öffentlichen Schulden, welche die jährliche (nominale) Wachstumsrate übersteigt, faule Kredite im Bankensystem von 187 Milliarden, eine seit 2008 durchschnittlich um ein halbes Prozent pro Jahr schrumpfende Wirtschaft und eine Arbeitslosigkeit von über 10 Prozent. Sein Name: Italien.

Man braucht nun kein Ökonom zu sein, um zu wissen, dass Italien genau zwei Möglichkeiten hat: Entweder ein Weiter-so mit noch mehr Schulden um die Nachfrage zu stimulieren und die Wirtschaft auf Trab zu bringen, oder aber die harte Tour mit dem Ziel erneuter Konkurrenzfähigkeit und Attraktivität als Investitions-Standort: Reformen, Bereinigungskrise, sinkenden Löhne und Preise, noch höhere Arbeitslosigkeit, Firmenpleiten. Und man braucht auch kein Wahrsager zu sein, um zu wissen, dass Salvini, di Maio und Konsorten nicht im Traum daran denken, den Leuten, die sie aufgrund sozialistischer Gerechtigkeits-Versprechungen gewählt haben, diese Rosskur zu verschreiben.

Spätestens mit den Tatsachen, dass Italien nun ein “Budget des Volkes”, das eine noch höhere Verschuldung vorsieht, verabschiedet hat und dieser Tage kommunizierte, es denke gar nicht daran, aus dem Euro auszusteigen, sollte jedem klar sein, wohin die Reise geht. Herr Juncker nennt es die “Vollendung” der Wirtschafts- und Währungsunion. Es ist entweder die totale Vergemeinschaftung von Italiens Schulden via Target 2-System oder die Haftungsfallen ESM, EDIS, SRB und ESRB oder aber die direkte Finanzierung des italienischen Staates durch die EZB, was am Ende auf das Gleiche hinausläuft.

Denn sogar dann, wenn Italien Pleite gehen möchte – es darf nicht. Die EU, Brüssel ist längst ein “unersättlicher Leviathan, ein Gewaltenkonglomerat – das Gegenteil von Gewaltenteilung. Die Kommission sieht sich” weder heute noch in Zukunft “als Hüterin von Verträgen” zwischen Staaten, “sondern als eine Art Regierung” Europas (Prof. Markus C. Kerber). Und Regierungen, italienische ebenso wie jene Brüssels, das wissen wir, wollen so lange wie möglich regieren. Das ist ihr einziges und oberstes Ziel.

Was bedeutet das für uns? Für Sie und mich? Es bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer offenen Inflationspolitik und eines finalen Scheiterns des Euros täglich grösser wird. Denn die Kontrolle über die Situation, die unsere Politiker grotesker- aber logischerweise “die Stabilisierung des Finanzsystems” nennen, ist längst im Amok-Modus. Jürgen Stark, ehemaliger Chef-Volkswirt der EZB findet klare Worte: “Die Steuerung der gesamten Geldmenge ist völlig außer Kontrolle geraten. Es wird nicht nur einfach gedruckt, sondern es weiß auch niemand mehr, wer wo wann wie viel Geld virtuell erzeugt und wo es eigentlich hingeht. Auch wie viel Kreditgeld die Banken aus dem schon in absurden Massen erzeugten Zentralbankgeld nun ihrerseits wieder erzeugen, entzieht sich jeder Kontrolle.”

Absichern kann sich unsereiner nur, in dem er sich mit “barbarischen Relikten” (Keynes) wie zum Beispiel Gold versorgt. Egal, wie klein die Menge ist, die einer sich leisten kann – sie bedeutet die wirksamste Waffe gegen die “Vollkasko-Versicherung” für Faule und Verantwortungslose, gegen die “Null-Zins-Planwirtschaft” der EZB (Thorsten Polleit) und gegen den Raub des eigenen Hab und Guts, der eigenen Arbeits- und Lebensleistung durch den Staat. Denn genau das wird passieren – weil, wie die Geschichte lehrt, es am Ende immer das ist, was passiert.

Ungarn wolle „nicht gezwungen werden, so zu werden wie die Länder Westeuropas“

https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2018/ungarns-justizminister-wollen-nationale-identitaet-bewahren/







BUDAPEST. Der ungarische Justizminister László Trócsányi sieht einen tiefsitzenden Mentalitätsunterschied zwischen Ungarn und Westeuropa. „Unsere Weltanschauung ist anders“, saget er der Welt. Ungarn betone „die Kohäsion der Gesellschaft, unsere historischen Wurzeln, unsere Kultur und nationale Identität“. Dagegen werde im Westen „als Folge der Werterevolution der 68er-Bewegung das Individuum vergöttlicht“. In Ungarn stehe das Gemeinwesen im Vordergrund, „unsere kollektive Identität“.
Zwischen West- und Osteuropa diagnostiziert der Minister Kommunikationsschwierigkeiten. „Wir benutzen dieselben Worte, aber sie bedeuten bei uns nicht dasselbe.“ Als Beispiel nannte Trócsányi das Wort „Gleichheit“. Im Westen werde daraus „das Recht aller auf die Ehe abgeleitet. Bei uns gilt die Ehe nur für Mann und Frau“.
Keine Einigung zwischen Ost und West
Ein weiteres Wort, das in West und Ost unterschiedlich definiert werde, sei „Freiheit“. In Westeuropa glaube man an „die grenzenlose Freiheit des Individuums“. Anders in Ungarn: „Wir aber glauben, daß Freiheit mit Verantwortung einhergeht.“ Eine Aussicht auf Annäherung zwischen Ost und West sieht er nicht. „Die Unterschiede in der Interpretation sind teilweise so groß, daß wir manchmal sagen müssen: Da werden wir uns nicht einigen können.“
An den Westen gerichtet mahnte er: „Wenn eine Ideologie die eigene Sicht den anderen aufzwingt, ist das geistiger Totalitarismus.“ Ungarn wolle „nicht gezwungen werden, so zu werden wie die Länder Westeuropas“. Die Integrationsprobleme dort seien offensichtlich. „Wir haben eine homogenere Gesellschaft und wollen diese schützen.“
Zur von zahlreichen europäischen Ländern geforderten Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU äußerte er sich kritisch. „Unsere Sicht ist, daß hier ein Problem mit uns geteilt werden soll, mit dem wir nichts zu tun haben.“ (tb)